Die rasante Verbreitung von KI-Technologien wie ChatGPT seit November 2022 macht es unerlässlich, Studierende auf eine zunehmend digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Eine reflektierte und effektive Nutzung dieser Werkzeuge ist dabei entscheidend.
Das vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) im Rahmen des Dialogprozesses "Hochschulen in der digitalen Welt" geförderte Projekt „bwGPT“, gestartet am 1. Mai 2024 und beendet am 31. Mai 2025, zielte darauf ab, einen datenschutzkonformen und kostenlosen Zugang zu einem auf GPT-4 basierenden Chatbot für Lehrende und Studierende in Baden-Württemberg zu evaluieren sowie den didaktisch fundierten Einsatz solcher Werkzeuge in der Lehre anhand von Good-Practice-Beispielen zu untersuchen. Dies sollte dazu beitragen, die Hochschullehre zukunftsfähig zu gestalten und Studierende mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten.
Dazu testeten 15 Landeshochschulen, darunter die Universitäten Stuttgart, Heidelberg und Tübingen, den Einsatz von bwGPT in jeweils drei bis fünf Lehrveranstaltungen. Federführend waren das Karlsruher Institut für Technologie, die Hochschule Aalen und die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd.
Begleitende Informationsangebote unterstützten die Teilnehmer, während Best-Practice-Szenarien dokumentiert werden. Der Abschlussbericht mit zahlreichen Empfehlungen zum KI-Einsatz in der Lehre wurde hier veröffentlicht. Die einzelnen Teilprojekte wurden folgendermaßen weitergeführt:
- Für bwGPT_LMS (Hochschule Aalen) wurde das Start-up Kersta GmbH gegründet, das die Lösung künftig als kommerzielles Software-as-a-Service-Angebot weiterbetreibt – also eine Fortführung außerhalb der ursprünglichen Landesförderung.
- Für bwGPT_Web (KIT) wird empfohlen, dass einzelne Hochschulen das erprobte Setup (basierend auf HAWKI) in Eigenregie weiterbetreiben können. Diesen Weg ist auch die Universität Stuttgart gegangen.
- Die rechtlichen Begleitfragen wurden an das separate Projekt bwDigiRecht übergeben.
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- Referent für Informationstechnologie und persönlicher Referent der CIO Prorektorat Informationstechnologie