Open Science

IZUS-Jahresbericht 2025 - Gesamtinstitutionell

Offen forschen, Wissen teilen: Stuttgart stellt die Weichen für eine umfassende Open-Science-Policy.

Unter Open Science versteht man den freien (barrierefrei und ohne rechtliche Einschränkungen) und nachhaltigen Zugang zu allen Schritten des Forschungsprozesses: von Wissensbeständen über Methoden bis hin zu den Ergebnissen (Daten, Software, Publikationen etc.). Der Forschungsoutput und die -prozesse sollen besser auffindbar (findable), zugänglich (accessible), interoperabel (interoperable) und wiederverwendbar (reusable) sein. Dies führt mittelfristig zu nachvollziehbareren und zuverlässigeren Forschungsergebnissen und stärkt die Integrität der wissenschaftlichen Wertschöpfungskette.

Open Science umfasst im Wesentlichen die Bereiche Open Access (OA, Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Form von Artikeln, Büchern, Konferenzbeiträgen etc.), Open Research Data und Software, Open Research Hardware und Infrastruktur, Open Educational Resources (OER), Open Transfer und Innovation, Wissenschafts- und Bürger*innenbeteiligung sowie Open Assessment.

Seit vielen Jahren engagiert sich die Universität Stuttgart im Bereich Open Science und setzt sich sehr aktiv für zahlreiche Open-Science-Handlungsfelder ein, entwickelt erfolgreich Infrastrukturen und baut umfangreiche Dienste auf (https://www.uni-stuttgart.de/forschung/open-science/). Für viele Teilaspekte wurden bereits diverse Leitlinien, Policys bzw. Strategien erarbeitet und verabschiedet, wie beispielsweise die Open-Access-Policy, die Forschungsdaten-Policy oder die Transferstrategie.

Was bisher fehlt, ist allerdings ein Gesamtbild bzw. ein politischer Überbau, wie die Universität insgesamt zu Open Science steht. Darüber hinaus wird eine klare Positionierung zu Open Science von zahlreichen Förderorganisationen gewünscht, verlangt und/oder vorausgesetzt. Außerdem wurden zahlreiche Wünsche aus der Wissenschaft geäußert, dass sich die Universität Stuttgart klar zu Open Science bekennen sollte. Diese Wünsche wurden an die Prorektorate für Informationstechnologie sowie für Forschung und nachhaltige Entwicklung, aber auch an das Strategieteam im Rektoratsbüro herangetragen.

Daraus hat sich seit Herbst 2022 ein mehrstufiger Prozess entwickelt, um ein Positionspapier zu erarbeiten. Mit Unterstützung durch die Open-Science-Werkstatt des Stifterverbandes und unter Beteiligung von Forschenden der Universität, der Universitätsbibliothek, FoKUS und dem Rektoratsbüro liegt jetzt der Entwurf für ein Positionspapier vor. Dieser nimmt seinen Weg durch die universitären Gremien und soll 2026 veröffentlicht werden.

Zielgruppe für die künftige Open-Science-Policy sind alle Personen und Institutionen, die an Forschung, Lehre und den Transferaktivitäten der Universität teilhaben und diese unterstützen. Das schließt auch all jene ein, die von wissenschaftlichen (Zwischen-)Ergebnissen betroffen sind oder diese wahrnehmen, verstehen oder (nach-)nutzen möchten.

University of Potsdam / ZIM 2023 (CC BY 4.0)
University of Potsdam / ZIM 2023 (CC BY 4.0)

Kontakt

Andreas Janßen

Dr.

Stellvertretender Direktor
Abteilungsleitung Medien- und Publikationsdienste
Leitung Referat Medienbearbeitung
Leitung Referat Dezentrale Bibliotheken
Fachreferat

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