Die Nutzung digitaler Medien an der Universität Stuttgart ist seit Jahren ein integraler Bestandteil von Forschung, Lehre und Studium und heute nicht mehr wegzudenken. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, setzt die Universitätsbibliothek (UB) seit langem auf eine kontinuierliche und sachgerechte Erweiterung des elektronischen Medienangebots (E‑Journals, E‑Books, Datenbanken usw.). In den kommenden Jahren wird die Fokussierung auf dieses Portfolio aufgrund der geplanten Generalsanierung des Bibliotheksgebäudes in der Stadtmitte (ab 2028/2029) zunehmend Priorität erhalten. Dies gilt ebenso für den Neubau der UB am Standort Vaihingen (ab 2033). Die baulichen Großprojekte führen über mehrere Jahre zu signifikanten Serviceeinschränkungen beim Print‑Bestand, während digitale Medien weiterhin uneingeschränkt verfügbar bleiben. Gleichzeitig wandelt sich das Nutzerverhalten seit Jahren kontinuierlich hin zu einer starken Präferenz für digitale Angebote, besonders im STM‑Bereich, aber auch in allen übrigen Fachgebieten.
Der Erwerbungsetat der UB bzw. das jährliche Budget werden dabei möglichst effizient für Paketkäufe eingesetzt, um eine größtmögliche Anzahl wissenschaftlicher Publikationen zu sichern. Die Universität beteiligt sich weiterhin an kooperativen Lizenzierungsmodellen auf Landes‑ und Bundesebene (z. Die Universität beteiligt sich weiterhin an kooperativen Lizenzierungsmodellen auf Landes- und Bundesebene, wie beispielsweise nationalen Konsortien, dem Allianzlizenzprogramm der DFG und dem Projekt DEAL.
Derzeit stehen ca. 210.892 E‑Books aller Wissenschaftsdisziplinen campusweit zur Verfügung. Die E‑Book‑Pakete des Verlags Springer Nature gehören – gemessen an Nutzungszahlen und fachspezifischer Bedeutung – zu den wichtigsten elektronischen Produkten der UB. Für das Jahr 2025 konnten sechs deutschsprachige und einundzwanzig englischsprachige Pakete (≈ 11.800 Titel) erworben werden. Darüber hinaus wurden umfangreiche Fachkollektionen und E‑Book‑Pakete aller Disziplinen von den Verlagen Bloomsbury (516 Titel), Elsevier (Kollektion 2026), Hanser (120 Titel), Vandenhoeck & Ruprecht (558 Titel) sowie De Gruyter (Fachpaket Architektur 2025 + 2026) angeschafft. Eine Besonderheit stellt das „UBCM“‑Modell (usage‑based cost model) von Wiley dar; für 2026 stehen dadurch 25.609 Bücher zur uneingeschränkten, campusweiten Nutzung bereit, die fortlaufend mit Neuerscheinungen ergänzt werden. Zusätzlich wurden Einzel‑E‑Books verschiedener Verlage über die Plattform ProQuest E‑Book Central erworben und stehen dauerhaft zur Verfügung.
Über die E‑Books hinaus sind derzeit ca. 37.335 lizenzpflichtige elektronische Zeitschriften sowie 406 kostenpflichtige Fachdatenbanken campusweit zugänglich, bereitgestellt über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) und das Datenbank‑Infosystem (DBIS). Zur Nutzung dieser Ressourcen bestehen zahlreiche Lizenzvereinbarungen zwischen der UB, dem Einkaufskonsortium für Medien in Baden‑Württemberg bzw. der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und den jeweiligen Verlagen. Zusätzlich stehen rund 6.290 lizenzfreie Fachdatenbanken zur Verfügung. Insgesamt verausgabt die UB jährlich ca. 3.300.000 EUR für den Kauf und die Lizenzierung von elektronischen Medien.
Für die kommenden Jahre verfolgt die UB weiterhin das Ziel, den nutzerorientierten Bestand elektronischer Medien kontinuierlich und konsequent zu erweitern, um damit eine medienbruchfreie Nutzung von Literatur als Fundament für Forschung, Studium und Lehre zu gewährleisten.
Kontakt
Andreas Janßen
Dr.Stellvertretender Direktor
Abteilungsleitung Medien- und Publikationsdienste
Leitung Referat Medienbearbeitung
Leitung Referat Dezentrale Bibliotheken
Fachreferat