Das Universitätsarchiv

IZUS-Jahresbericht 2025 - Gesamtinstitutionell

258 Anfragen, neue Bestände, digitale Fortschritte: Das Universitätsarchiv blickt auf 2025.

Nutzung

Im Jahr 2025 wurden 258 Anfragen aus 18 verschiedenen Ländern an das Universitätsarchiv gestellt und beantwortet. Der Lesesaal wurde insgesamt 86 Mal von Nutzerinnen und Nutzern aufgesucht, darunter auch von zwei Personen aus den USA sowie einer Person aus der Schweiz. Als Nutzer oder Nutzerin werden alle Personen gewertet, die eine Anfrage an das Universitätsarchiv richten. Das Kriterium ist die (geplante) Nutzung von Archivbeständen. Daher werden Personen, die an Führungen teilnehmen, nicht als Archivnutzende gezählt. Entsprechend lernten zusätzliche 39 Personen das Archiv im Rahmen einer Führung oder eines Workshops kennen. Workshops wurden dieses Jahr als neues Vermittlungsformat eingeführt. Es fanden zwei Workshops statt: am 11.04.2025 besuchten Studierende und Lehrende der Universität Heidelberg das Universitätsarchiv Stuttgart im Rahmen der Exkursion „Protestgeschichte.“ Als zweites wurde am 09.07.2025 als Teil der Veranstaltungsreihe „Women In Architecture Festival 2025“ der Workshop „Reparaturen am Universitätsarchiv“ angeboten, der sich mit der Frage nach weiblicher Repräsentation im Archiv(wesen) befasste.

Übernahme und Erschließung von Unterlagen

Neu erschlossen wurden 6.957 Einträge in dem archivischen Fachinformationssystem Faust10, darunter neben 2.864 Zeitungsartikeln für den Pressespiegel auch 4.093 Archivalien. Dazu zählt auch der Nachlass des Mathematikers und Musikwissenschaftlers Bernhard von Gugler, der bedeutende Archivalien umfasst. Dieser Bestand wurde in einem sechsmonatigen Projekt neu verpackt, erschlossen und teilweise digitalisiert, wobei die Digitalisate über den Goobi-Viewer einsehbar sind.

Beispiele für neue Bestände

Im Jahr 2025 übernahm das Universitätsarchiv ca. 79,4 lfm Akten und 2,0107 GB digitale Daten. Neben Unterlagen aus den verschiedenen Einrichtungen konnten die bisherigen Bestände um den Nachlass des Architekten und früheren Stuttgarter Professors Klaus Humpert (1929–2020) ergänzt werden. Ebenfalls übernommen wurde das über 40 lfm umfassende „Windenergie-Archiv“ von Ulrich W. Hütter, der verstorbene Professor und Pionier der Windenergiegewinnung, sowie sein Schüler Heiner Dörner.

Forschung

Die Bestände des Universitätsarchivs umfassen neben analogen und digitalen Unterlagen auch Gemälde und Objekte. Letztere wurden in einem Kooperationsprojekt mit den universitären Sammlungen neu inventarisiert und verpackt. Zudem wurden ausgewählte Objekte digitalisiert und im Fundus Wissenschaftsgeschichte präsentiert.

Digitale Langzeitarchivierung

Das Universitätsarchiv Stuttgart begleitet die Einführung der elektronischen Akten an der Universität Stuttgart und berät die Verantwortlichen. Durch den Beginn der Umsetzungsphase verschiedener Projekte sowie dem erfolgreichen Start der ersten Phase der Digitalisierung von Beschäftigtenprozessen entstand ein erhöhter Abstimmungsbedarf mit dem Archiv. Neben Fragen der datenschutzkonformen Archivierung und Löschung standen dabei besonders die möglichen Wege der Aktenübergabe im Fokus.

Anzahl der Anfragen
Anzahl der Anfragen
Anzahl der Anfragen aus dem Ausland
Anzahl der Anfragen aus dem Ausland
Verteilung der Nutzungsanfragen auf In- und Ausland
Verteilung der Nutzungsanfragen auf In- und Ausland

Kontakt

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Helen Wiedmaier

Dr.

Leitung Universitätsarchiv

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