Seit 2024 werden wichtige Einzelobjekte aus universitären Sammlungen oder Nachlässen im „FundUS Wissenschaftsgeschichte“ der UB aufbewahrt. Damit kümmert sich die UB als Kulturgutinstitution darum, wichtige Einzelstücke oder kleinere Sammlungskonvolute dauerhaft für die Universität zu Lehr- und Forschungszwecken zu sichern und bereitzustellen. Dies geschieht durch eine archivgerechte Lagerung, eine inhaltliche Inventarisierung und Erschließung sowie eine Digitalisierung nach internationalen Standards und Open-Science-Prinzipien.
Der für Anfang 2026 terminierte viermonatige Umzug von Magazin und Tresor in das Interimgebäude nach Weilimdorf machte eine umfangreiche Bearbeitung aller Sammlungsobjekte des FundUS Wissenschaftsgeschichte nötig.
Alle Objekte wurden in maßgeschneiderte Archivboxen verpackt, je nach Material mit entsprechenden Inventarschildern versehen und in einem PopUp-Fotostudio im geschlossenen Lesesaal fotografiert. Anschließend folgte die Inventarisierung in der Sammlungsdatenbank mit einer umfassenden Erschließung durch recherchierte Metadaten rund um das jeweilige Objekt. Am Ende des Prozesses stand die Online-Stellung in den „Digitalen Sammlungen“ der Universitätsbibliothek und der Transport in die neuen Interimsräume nach Weilimdorf.
Im Zuge des Digitalisierungsprozesses wurde softwareseitig mit Unterstützung der Firma Intranda die bestehenden Metadatenformate für zweidimensionale Bücher und Zeitschriften (METS/MODS) um das ebenfalls interoperable Datenformat für dreidimensionale Objekte (LIDO) ergänzt. Damit ist die Software der großen UB-Sammlungsdatenbank um eine wichtige Komponente im Datenmanagementprozess erweitert.
Kontakt
Christiane Rambach
Dr.Fachreferat,
Digitalisierung,
Bestandserhaltung,
Sammlungen