Vorwort der CIO Simone Rehm
Eigentlich hätte ich es mir in diesem Jahr leicht machen können: Statt selbst ein Vorwort für unseren Jahresbericht zu schreiben, hätte ich einfach eine beliebige KI darum bitten können. Oder gleich unseren KI-Chatbot RAI (“Responsible AI”), den wir in 2025 ausgerollt haben und der inzwischen von 2.200 Universitätsmitgliedern genutzt wird. Herausgekommen wäre vermutlich ein sprachlich makelloser Text – aber ohne persönliche Note. Deshalb verzichte ich darauf und schreibe selbst mit Begeisterung, wie stolz ich bin, dass wir mit unserem KI-Rahmenwerk zu den ersten Universitäten in Deutschland gehörten, die ein Gesamtpaket für einen vertrauenswürdigen und regelkonformen Umgang mit KI geschnürt haben – bestehend aus einem Tool, Regularien für unterschiedliche Zielgruppen und Schulungen, alles abgestimmt mit Datenschutz und Informationssicherheit.
Damit sind wir allerdings längst nicht am Ziel. Die Dynamik in diesem Bereich ist enorm. Deshalb werden wir weiter daran arbeiten, dass KI für uns ein Unterstützer wird, vielleicht auch ein Co-Scientist oder ein Co-Tutor, aber kein “Ghostwriter” für unsere Studierenden, Lehrenden oder Forschenden. Universitäten sollen ein Ort bleiben, wo Menschen einander begegnen, wo sie diskutieren und gemeinsam Neues entwickeln, wo aus Reflexion und Interaktion etwas Neuartiges und Überraschendes entstehen kann, ein Raum für kreativen Fortschritt, ganz jenseits statistischer Muster.
Zu den Highlights des vergangenen Jahres gehört weiterhin, dass wir gemeinsam mit Forschenden, VertreterInnen aus der UB und dem Rektoratsbüro eine Open-Science-Policy erarbeitet und inzwischen auch veröffentlicht haben, dass wir unser Forschungsinformationssystem (FIS) soweit mit validierten Daten angefüllt haben, dass es seit Januar 2026 auch als Forschungsportal von außen zugreifbar ist, dass wir im Rahmen von digit@L ein Kenndatenportal an den Start gebracht haben, das die Visualisierung von Studienverläufen erlaubt und somit Ansatzpunkte zur Optimierung von Studiengängen liefert, und vieles mehr. Auch in der Verwaltung haben wir die Digitalisierung voran gebracht, etwa mit der Einführung einer digitalen Verwaltungsregistratur – einer wichtigen Grundlage für eine komplett digitale Aktenführung.
Sie sehen, für alle Zielgruppen ist in diesem Jahresbericht etwas dabei. Freuen Sie sich also auf die Berichte, die allesamt von Menschen geschrieben wurden, die mit Begeisterung in unserem IZUS arbeiten, die Vorzüge der Digitalisierung zu schätzen wissen und sie zielgerichtet so einsetzen, dass daraus ein Mehrwert für unsere Universität entsteht.