Open-Access-Transformation

IZUS-Jahresbericht 2024  - Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Antrag "Open-Access-Publikationskosten / 2025-2027 / Universität Stuttgart" im Dezember 2024 bewilligt. Damit stehen für die Förderung von Open-Access-Veröffentlichungen bis 2027 bis zu 836.800 Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden bis zu 167.360 Euro an Projektpauschale gewährt. Somit stehen der Universität Stuttgart eine Million Euro für die Open-Access-Transformation zur Verfügung.

Für das Vorhaben hat sich die Universitätsbibliothek vier Arbeitspakete vorgenommen:
1. Verbesserung der Datengrundlagen für das Kostenmonitoring von zentralen und dezentralen Publikationsausgaben und Erarbeitung eines Informationsbudgets,
2. Einrichtung eines auf der Universitätsbibliografie basierenden Publikationsmonitorings,
3. Verbesserung der abteilungs- und einrichtungsübergreifenden Zusammenarbeit (Organisationsentwicklung) sowie
4. neue Anstrengungen für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.
 
Am Projekt beteiligt sind die Universitätsleitung, die Zentrale Verwaltung (Controlling, Finanzbuchhaltung, Personal-und Organisationsentwicklung) sowie innerhalb der Bibliothek das Open-Access-Team, die Teams Publikationsdienste und Zeitschriften, die Rechnungsstelle und einzelne Fachreferent*innen.
 
Mit der Umstellung des wissenschaftlichen Publikationssystems von Subskriptionszeitschriften auf Open Access müssen sich auch Bibliotheken mit neuen Qualifikationen, Workflows und Arbeitsformen weiterentwickeln. In der Universitätsbibliothek Stuttgart wurden u. a. Arbeitsgruppen zur Bewertung von Verlagsverträgen und zur Erarbeitung eines Informationsbudgets eingerichtet. Für die effizientere Vertragsverwaltung und Finanzierung von Open Access kommt neue Spezialsoftware zum Einsatz, die mit anderen Bibliotheken getestet und weiterentwickelt werden muss. Die Universitätsbibliografie wird als zentrale Datengrundlage für die Berichtspflichten genutzt (DFG, Struktur- und Entwicklungsplan der Universität Stuttgart, SEPUS).
 
Die Förderkriterien für den Open-Access-Publikationsfonds wurden zum Jahreswechsel 2024/2025 angepasst. Die regelmäßige kritische Überprüfung von Geschäftsmodellen der Verlage fließt in die Anpassung der Förderung ein. Das Open-Access-Team verzeichnet einen weiter wachsenden Finanzierungs- und Beratungsbedarf, auch bei Open-Access-Büchern.

Kontakt

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Maren Wurtscheid

 

Fachreferat, Open-Access-Beauftragte, DFG-Projekt OA-Publikationskosten, Bibliometrie

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