Für das Vorhaben hat sich die Universitätsbibliothek vier Arbeitspakete vorgenommen:
1. Verbesserung der Datengrundlagen für das Kostenmonitoring von zentralen und dezentralen Publikationsausgaben und Erarbeitung eines Informationsbudgets,
2. Einrichtung eines auf der Universitätsbibliografie basierenden Publikationsmonitorings,
3. Verbesserung der abteilungs- und einrichtungsübergreifenden Zusammenarbeit (Organisationsentwicklung) sowie
4. neue Anstrengungen für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.
Am Projekt beteiligt sind die Universitätsleitung, die Zentrale Verwaltung (Controlling, Finanzbuchhaltung, Personal-und Organisationsentwicklung) sowie innerhalb der Bibliothek das Open-Access-Team, die Teams Publikationsdienste und Zeitschriften, die Rechnungsstelle und einzelne Fachreferent*innen.
Mit der Umstellung des wissenschaftlichen Publikationssystems von Subskriptionszeitschriften auf Open Access müssen sich auch Bibliotheken mit neuen Qualifikationen, Workflows und Arbeitsformen weiterentwickeln. In der Universitätsbibliothek Stuttgart wurden u. a. Arbeitsgruppen zur Bewertung von Verlagsverträgen und zur Erarbeitung eines Informationsbudgets eingerichtet. Für die effizientere Vertragsverwaltung und Finanzierung von Open Access kommt neue Spezialsoftware zum Einsatz, die mit anderen Bibliotheken getestet und weiterentwickelt werden muss. Die Universitätsbibliografie wird als zentrale Datengrundlage für die Berichtspflichten genutzt (DFG, Struktur- und Entwicklungsplan der Universität Stuttgart, SEPUS).
Die Förderkriterien für den Open-Access-Publikationsfonds wurden zum Jahreswechsel 2024/2025 angepasst. Die regelmäßige kritische Überprüfung von Geschäftsmodellen der Verlage fließt in die Anpassung der Förderung ein. Das Open-Access-Team verzeichnet einen weiter wachsenden Finanzierungs- und Beratungsbedarf, auch bei Open-Access-Büchern.
Kontakt
Maren Wurtscheid
Fachreferat, Open-Access-Beauftragte, DFG-Projekt OA-Publikationskosten, Bibliometrie